* 26. März 1981
† 30. August 2006

Axé Christian - Friede Christian

Dein Lächeln war unsere Zuversicht
Deine Lebensfreude unsere Hoffnung
Deine Stärke - unser Halt
Deine Augen - unsere Kraft
Dein Verlust - unser größter Schmerz
Dein Leben - eine Bereicherung

Für immer...

                    Ruhe in Frieden


Die Hintergründe zur Entstehung der Stiftung

Christian Berndt, der Namensgeber der Stiftung, war mein Lebenspartner und Freund, der nach einem Jahr den Kampf gegen seine Krebserkrankung verlor.

Seit unseres Kennenlernens, beim gemeinsamen Studium, durchlebten wir schöne und unbeschwerte Zeiten, bis zu jenem Tag an dem Christian die Diagnose Krebs erhielt, die unser beider Leben veränderte. Er war entschlossen sich seiner Krankheit zu stellen und gegen sie anzugehen. Obwohl uns die Diagnose erschütterte und uns die Risiken der Operationen und Therapien immer bewusster wurden, war an Sterben zunächst nicht zu denken. Dennoch veränderte sie unseren Blick auf das Leben, denn vorher wähnten wir uns, wie die meisten Menschen, weit entfernt von dieser Krankheit. "Krebs sei gefährlich aber nicht unheilbar", - so oder so ähnlich dachten auch wir zu dieser Zeit. Wir begannen uns umfassend mit Informationen und Fachwissen über Krebs zu versorgen und studierten viele Nächte die vielfältigen Erscheinungsformen ohne zu den für uns befriedigenden Erkenntnissen zu gelangen.

Christian wurde in eine anerkannte Spezialklinik für Tumorerkrankungen überwiesen und befand sich dort in der Obhut von Experten. Dieser Umstand gab Anlass zu Optimismus und Zuversicht auf baldige Besserung seines Zustandes und anschließende Heilung. Wir erfuhren, dass Christian an einer Sarkomerkrankung litt. In den folgenden Wochen und Monaten wurde uns immer bewusster wie wenig erforscht Krebskrankheiten tatsächlich sind und auf wie viele unserer Fragen es noch keine Antworten gab. Anfängliche Operationserfolge wurden immer wieder durch Tumorneubildungen zunichte gemacht und stellten unsere Hoffnung und unsere Nerven auf eine Zerreißprobe. Obwohl selbst erfahrene und ausgewiesene Fachärzte zunehmend ihre Hilf- und Ratlosigkeit bekundeten gab Christian die Hoffnung und den Mut aber nicht auf. Immer stärker wuchs in mir das Bedürfnis selbst etwas zu tun, die Initiative zu ergreifen. Ein Jahr lang fuhren wir hunderte Kilometer von einer Klinik zur anderen und bewältigten gemeinsam alle Widrigkeiten seiner Erkrankung und die Nebenwirkungen seiner Behandlungen. Obwohl die Rückschläge in Christians Krankheitsverlauf langsam die Oberhand zu gewinnen schienen, gab es mittendrin auch viele schöne Stunden. Zwar mussten wir auch erfahren wie sich langjährige Bekannte und Freunde abwendeten, den Kontakt scheuten oder uns aus dem Wege gingen; aus Verlegenheit, aus Scham, vielleicht aus Betroffenheit. Es gab aber auch Menschen die uns halfen, diese schwierige Zeit mit Normalität zu füllen und die uns für einige Momente ein Stück Alltag zurückgaben. Obwohl Christian sich nie aufgab und für das Leben kämpfte, wurde er zunehmend schwächer. Mit dem Wissen, dass alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, waren wir uns schließlich selbst überlassen.
Christian starb schließlich im Alter von 25 Jahren im Kreise seiner Familie und engsten Freunde, in der Nacht des 30. August 2006, im Südstadtklinikum Rostock.

Die "Christian-Berndt-Krebsstiftung" soll seinen Lebenswillen und seinen Kampfgeist fortsetzen und der Ohnmacht und Hilflosigkeit entgegentreten, mit der Betroffene und Angehörige leben müssen.


Annika Selck, Vorstandsvorsitzende